Die Frau hinter dem 30. Hussitenfest

Pressemitteilung 88/2023 der Stadt Bernau

Bei Lorena Biemann vom städtischen Kulturamt laufen alle Fäden zusammen

Eine Veranstaltung in den Dimensionen des Hussitenfestes zu organisieren, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie verlangt Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und auch eine große Portion Gelassenheit. Lorena Biemann vom städtischen Kulturamt kann mit all diesen Eigenschaften aufwarten.

„Als Neue gleich das 30. Hussitenfest planen zu dürfen, ist eine große Ehre und beträchtliche Verantwortung zugleich”, sagt Lorena Biemann, seit Oktober 2022 Mitarbeiterin im Kulturamt. Zuvor hatte Franziska Radom mehrere Jahre den „Hussitenfest-Hut” auf. Die Historikerin wechselte nach dem Ausscheiden des langjährigen Museumsleiters Bernd Eccarius-Otto an die Spitze des Bernauer Heimatmuseums.

Das Vorbereiten des Hussitenfests ist Teamwork
Dieses großartige Stadtfest mit Strahlkraft weit über Bernau hinaus vorzubereiten, ist unmöglich von einer Person zu bewältigen. „Das ist Teamwork. Als Leiterin des Planungsteams kann ich mich sowohl auf die Kolleginnen und Kollegen im Kulturamt und deren langjährige Erfahrungen, als auch aus den verschiedenen Ämtern verlassen: angefangen vom Bauhof und Gebäudemanagement über das Ordnungsamt bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit”, berichtet die Theater- und Medienwissenschaftlerin, die außerdem noch Kunstgeschichte studiert hat und über einen Master in Dramaturgie verfügt.

Mit viel Herzblut und Engagement hatte die Dramaturgin nach dem Studium die Mühlheimer Theatertage „Stücke” vorbereitet, die dann wegen Corona leider ausfallen mussten. Eine weitere Station führte Lorena Biemann an das Theater in Wilhlemshaven, wo sie verschiedene Theaterinszenierungen als Produktionsdramaturgin betreute, für Spielplankonzeption, Textauswahl und Besetzung zuständig war.

„Ich wollte jetzt etwas organisieren, das näher an den Menschen einer Stadt ist, ihnen Freude bereitet und zu einem guten Zusammenleben innerhalb einer Stadtgemeinschaft beiträgt. Deshalb habe ich mich mit einem guten Gefühl hier im Kulturamt in Bernau beworben“, berichtet die 29-Jährige.

„Lorena Biemann bringt Kompetenzen aus ihrer Theaterarbeit mit, die sie in Bernau gut gebrauchen kann. Unsere neue Kollegin hat sich schnell in ihr anspruchsvolles neues Aufgabengebiet hineinbegeben. Natürlich unterstützen wir sie tatkräftig, damit das 30. Hussitenfest ein voller Erfolg wird“, sagt Kulturamtsleiter Christian Schwerdtner.

Bewahrenswertes fortführen und neue Akzente setzen
Als Neue im Kulturamt möchte sie Bewährtes fortführen, aber auch neue Akzente setzen. Der Umzug mit seinen mehr als 1.000 Akteuren, die in bunten Bildern die Geschichte der Stadt im Vorübergehen Revue passieren lassen, gehört zu den absoluten Highlights des Hussitenfestes. „Ich würde mich freuen, wenn wir den Festumzug um ein paar neuzeitliche Bilder erweitern könnten“, sagt Lorena Biemann. Ihr schwebt da zum Beispiel ein Bild zur Bernauer Schleife vor – eine knapp sechs Kilometer lange Rennstrecke für Motorräder und Wagen, die von 1952 bis 1973 internationale Rennfahrer und Gäste in die Region lockte. Den Umbau Bernaus zu einer sozialistischen Modellstadt in einem Bild darzustellen, fände die aus Nürnberg stammende junge Frau ebenfalls sehr spannend.

Neben dem „großen Brocken“ Festumzug müssen auch jede Menge andere Dinge koordiniert werden. Das fängt bei der Eröffnung am Freitag an, mit Fackelumzug und Feuerwerk. „In diesem Jahr wird es erstmals am Eröffnungstag ein Klassikkonzert auf dem Marktplatz geben“, verrät Lorena Biemann eine der Neuerungen.

Mit „Best of Klassik”, gespielt vom Brandenburgischen Konzertorchester Eberswalde, soll ein breites Publikum angesprochen werden. Neu ist auch, dass am Sonntagnachmittag Bernauer Chöre die Bühne auf dem Marktplatz für sich einnehmen können, um parallel zum Kunst- und Töpfermarkt ihre Sangeskünste zu präsentieren.

Insgesamt wird das 30. Hussitenfest auch unter der Ägide von Lorena Biemann wieder zu einer bunten Zeitreise ins Mittelalter einladen: mit Musik, Theater, Feuerwerk, alten Handwerkstechniken, Rittern, Gauklern und Schwertkämpfern, Bernauer Bier und allerhand Kulinarischem.

Stadtpark ab 5. Juni für’s Aufbauen des Hussitenfestes gesperrt
Wegen der umfangriechen Aufbauarbeiten für das 30. Hussitenfest ist der Stadtpark am Pulverturm ab 5. Juni nicht zugänglich. Bitte nutzen Sie für Spaziergänge, sportliche Aktivitäten, für Erholung, Spiel und Spaß in der Woche vor dem Hussitenfest die anderen schönen Parks wie den Panke-Park, den Külzpark, die Parkanlagen rund um den Elysium- und Schwanenteich und die zahlreichen Spielplätze. Die Stadtverwaltung dankt für Ihr Verständnis.