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Filmvorführung „Lissy“

09.04.2026 @ 18:00 – 20:30
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| Preis | ermäßigt |
|---|---|
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Filmvorführung „Lissy“
Konrad Wolf befasst sich auch in seinem dritten Spielfilm mit den grundsätzlichen Fragen des Lebens:
Was macht man aus Liebe? Wohin führt einen das eigene Gewissen und die Moral? Wie verhält man sich, wenn man von finanzieller Not getroffen wird? Was bedeutet es Mensch zu sein?
Die Anfangsjahre des Nationalsozialismus und die Gefühlskonflikte von Kleinbürgern und Mitläufern Hitlers bestimmen die Handlung. Die filmischen Botschaften spiegeln die 1930er Jahre wider. Sie haben 100 Jahre später nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.
Wenn man wissen will, wie rechtsextreme politische Kräfte an die Macht kommen können, muss man sich diesen Film anschauen. Der Film zeigt, die Empfänglichkeit für Faschismus, wenn man arbeitslos, hoffnungslos, perspektivlos und hungrig ist. Ohne platte Schwarzweißklischees wird der Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie auf im Grunde unpolitische Menschen sichtbar. Und wenn man sehen möchte, wie sich eine lebensfrohe Frau emanzipiert, wie die Bewahrung von Tugend und Anstand gegen Gewalt und Lüge erfolgen kann, dann ist dieser Film genau richtig.
Der Film hat mehrere Preise gewonnen, z.B. 1957 den Hauptpreis auf dem Filmfest Karlovy Vary (Karlsbad) und den Nationalpreis der DDR. Der Erfolg von Lissy gilt als der internationale Durchbruch von Konrad Wolf.

Vielen Dank an die DEFA-Stiftung für ihre Unterstützung.

by edition bodoni
Michael Temme
Copyright: gemeinfrei, Max Missmann

